ACEA: Wir werden unsere Interessen besser vertreten

28. Jun 2004 - Auto-Reporter.Net

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    "Es ist kein Geheimnis, dass in Europa keine andere Industrie derart reglementiert wird wie die Automobil-Industrie", klagte Ivan Hodac, der Generalsekretär der europäischen Herstellervereinigung ACEA heute beim "Automotive Europe"-Kongress in Montreux. Deswegen sei er zufrieden, dass die europäischen Hersteller nun begonnen hätten, ihre Interessen aktiver zu vertreten. Der EU-Gipfel habe im Jahr 2000 beschlossen, Europa bis 2010 zur Region mit der höchsten Wirtschaftsdynamik und der größten Wettbewerbsfähigkeit auszubauen. "Nach drei Jahren", so Hodac, "kann ich nicht erkennen, dass diese Entwicklung eingeleitet ist". Die neue Kommission habe nun zusammen mit dem neuen Parlament die Möglichkeit, die Industriepolitik wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Die Umsetzung der Lissabon-Agenda müsse für die neue Spitze der EU zur Priorität werden. Die ACEA habe die Zurückhaltung bei der Kommunikation der Erfolge der Automobilindustrie aufgegeben. Jetzt sei es erstmals gelungen, das fünf Chefs europäischer Hersteller mit der Kommission sprechen. Dabei und bei anderen Gelegenheiten habe er, Hodac, den Eindruck gewonnen, dass die Spitzen der EU positive Zeichen aussenden, während die Europa-Bürokraten fortfahren, die Automobilindustrie zu reglementieren. "Wir sind nicht allein", stellte Hodac fest. Andere Gruppen, Institutionen und Industrien seien ebenfalls daran beteiligt, zum Beispiel Emissionen zu senken und die Sicherheit zu erhöhen. So könnten zum Beispiel der Straßenbau, die bedarfsorientierte Verkehrslenkung mit Telematik oder ein verändertes Fahrverhalten des Einzelnen deutliche Beiträge leisten. Die würden aber nicht in demselben Maße eingefordert wie bei der Automobilindustrie. Das Argument, die Industrie bewege sich nur, wenn über Vorschriften Druck auf sie ausgeübt werde, ließ Hodac nicht gelten. Er verwies auf das Beispiel der freiwilligen Regelungen bei der Reduzierung des Ausstoßes von Kohlendioxid. Außerdem legte er Wert auf die Feststellung, dass sich die Industrie nicht generell gegen den Emissionsstandard Euro V wende, sondern nur gegen Details, die zu Ergebnissen führen würden, die für die Gesellschaft anders kostengünstiger zu erreichen seien. (Sm)

     
     
     

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