Null-Promille-Grenze für Fahranfänger kommt - Echo geteilt

25. Jul 2006 - Auto-Reporter.Net

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    Einen Tag nachdem Sachsens Innenminister Holger Hövelmann (SPD) eine Null-Promille-Grenze für alle deutschen Autofahrer gefordert hat, wird es voraussichtlich zumindest für Fahranfänger in der Probezeit eine entsprechende Regelung geben. Das Bundesverkehrsministerium arbeite derzeit an einem entsprechenden Gesetzentwurf, berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung". Das Bundesverkehrsministerium hat die Pläne inzwischen bestätigt. Der Plan gehe auf eine Eingabe von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) zurück. Die Verkehrsminister anderer Bundesländer stünden dem Vorschlag ebenfalls aufgeschlossen gegenüber. Demnach sollen Fahranfänger in den ersten zwei Jahren nach Erteilung der Fahrerlaubnis völlig auf Alkohol am Steuer verzichten. Ein absolutes Alkoholverbot am Steuer stieß unterdessen nicht auf ein einheitliches Echo. Der AvD setzt generell auf Null Alkohol am Steuer - jedoch ohne gesetzliche Vorgaben einer Null-Promille-Grenze. Die derzeitige Lösung sei ausreichend, nach der eine Verurteilung bereits bei Auffälligkeiten und Blutalkohol ab 0,3 Promille möglich ist. Die Null-Promille-Grenze lehne der Verkehrsclub schon alleine deshalb ab, da sonst auch geringe Mengen Restalkohol zur Kriminalisierung führen. Gerade Menschen die sich richtig verhalten und zum Beispiel zu einer Party als Fahrgemeinschaft fahren, bei der der Fahrer absolut nüchtern bleibt, dürfen am nächsten Tag in einer Kontrolle nicht dadurch kriminalisiert werden, dass sie mit einem geringen Restalkoholwert getestet werden. Eine Herabsetzung der Promillegrenze für Fahranfänger lasse auch den Umkehrschluss zu, dass erfahrene Fahrer auch mit Alkohol sicher fahren können. Dies aber sei falsch. Aus diesem Grund sei der AvD gegen die geplante Regelung, was aber im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass man Alkohol und Drogen am Steuer befürworte. Alkohol und Drogen beeinflussen die Wahrnehmung der Fahrer unabhängig davon, wie erfahren sie sind, hieß es abschließend. (ar/sb)

     
     
     
     

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