AvD-Umleitungstipps für den Ferienverkehr
25. Jul 2006 - Auto-Reporter.Net
Ferienzeit ist Stauzeit: Der Beginn der Sommerferien in Bayern, die Werksferien bei Ford in Saarlouis und Volkswagen in Wolfsburg und ausländische Urlaubsreisende werden auf den Autobahnen immer dort für Probleme sorgen, wo sich Verkehrsadern kreuzen oder verengt werden, Wer kann, sollte deshalb antizyklisch schon um 2 Uhr früh oder erst am Montag losfahren, keinesfalls aber am Freitag oder Samstag aufbrechen, rät der Automobilclub von Deutschland (AvD). Und mancher Stau lässt sich umfahren. Für die A 1 Lübeck-Köln gibt es vor allem wegen des Elbtunnels kaum eine Ausweichempfehlung, hier hilft nur der frühe Start, wenn man keine Probleme hat, nachts zu fahren. Für die A 2 Berlin-Dortmund gibt es mit der B1 und der B 188 zumindest entlastende Bundesstraßen. Die neuralgische A 3 Oberhausen - Nürnberg wird im nördlichen Bereich von der A 61 und der B 9 entlastet, zwischen Frankfurt und Nürnberg aber hilft wegen der Mainschlingen nur das weiträumige Umplanen, etwa südlich über die A 6 oder westlich über die A 7. Die A 4 Dresden-Eisenach macht vor allem im Raum Eisenach / Bad Hersfeld Probleme: In Richtung Süden kann man ab Erfurt die neue Rhön-Autobahn A 71 nehmen, die bei Würzburg fast direkt an die A 7 anschließt. Für den Großraum Köln kann man im Viereck A 3 / A 45 / A 1 und A 4 Alternativen finden und falls nötig die A 45 in Richtung Rhein-Main nutzen. Die A 5 Kassel-Basel ist im hessischen Bergland problematisch, von Kassel aus kann man die A 49 bis fast nach Marburg nehmen, von dort ins Rhein-Main-Gebiet und notfalls entlang der B 3 weiter nach Süden fahren. Zwischen Darmstadt und Mannheim hat man die A 67 als Alternative. Die A 8 Karlsruhe-Salzburg ist bis Stuttgart problematisch und danach wegen der Steigungen und des schlechten Zustands wenig empfehlenswert. Zwischen Neckar und Donau gibt es auch nur wenige entlastende Bundesstraßen, es hilft nur das örtlich kurzzeitige Umfahren nach Radio-Empfehlung. Die A 9 Berlin-Nürnberg ist dicht befahren, aber abgesehen von den Passagen am Hermsdorfer-Kreuz mit der A 4 und bei Hof gut passierbar, zwischen Nürnberg und Donauwörth hilft die B 2 Richtung Augsburg, die von dort mit der B 17 bis zur A 96 bei Landsberg führt. Die A 99 ist Umfahrung von München in allen Richtungen hoch belastet - hier hilft nur Geduld oder erst am Montag loszufahren. Je nach Lage kann die A 95/ B 2 München-Garmisch-Partenkirchen eine Entlastung für das Inntal-Dreieck sein. Die A 7 Flensburg-Kempten ist bei Hamburg stauverdächtig, danach läuft fast durch ganz Deutschland die B 3 parallel, die Alternativen zur A 5 zwischen Hattenbacher Dreieck und Rhein-Main gelten analog. Generell rät der AvD zum regelmäßigen Hören des Verkehrsfunks. Eine gute Deutschlandkarte und Geduld bei der Urlaubsfahrt sind Pflicht. Wer sich blind auf sein Navigationssystem verlässt ohne zu wissen, wo er sich befindet, kann nicht regelnd eingreifen und verliert gegebenenfalls sogar noch Zeit. Auf der Autobahn muss man gerade bei Hitze und Stau die "Rettungsgasse" freihalten. Sie liegt zwischen beiden Fahrstreifen, bei 3-streifigen Autobahnen zwischen der linken und der mittleren Spur. Und Getränke sollten ebenfalls immer ausreichend an Bord sein. (ar/sb)










