Toyota ruft in den USA 1,3 Millionen Fahrzeuge zurück
27. Aug 2010 - Auto-Reporter.NET
Toyota startet in den USA erneut eine umfangreiche Rückrufaktion. Rund 1,3 Millionen Fahrzeugbesitzer der Modelle Corolla und Matrix müssen in Nordamerika mit ihren Fahrzeugen wegen Problemen mit der Motorsteuerung in die Werkstatt.
Betroffen von der Aktion sind Autos, die zwischen 2005 und 2008 gebaut wurden. Bei ihnen könnte der Motor laut US-Verkehrssicherheitsbehörde ohne Vorwarnung ausgehen und sich nicht wieder starten lassen. Beim Hersteller selbst sieht man die Ursache für diese Probleme in fehlerhaften Steuerungsteilen, die ab Mitte September ausgetauscht werden sollen.
Die fehlerhafte Motorsteuerung hat auch Folgen für General Motors, denn im Rahmen eines Joint Ventures bauten beide Autohersteller den Matrix-ähnlichen Pontiac Vibes im kalifornischen Fremont. GM beordert laut „Detroit News“ in Nordamerika rund 160.000 dieser Fahrzeuge in die Werkstätten.
Drei Unfälle werden Berichten zufolge mit dem Mangel in Verbindung gebracht, einen Beweis für einen Zusammenhang gibt es aber noch nicht. Dass bei Schlussfolgerungen dieser Art Vorsicht geboten ist, zeigte eindrucksvoll der Mega-Rückruf im Zusammenhang mit einem fehlerhaften Gaspedal. Inzwischen wurde Toyota durch eine Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde rehabilitiert. Nicht technische Unzulänglichkeiten führten zu zahlreichen Unfällen in den USA, sondern die Fahrer waren selbst schuld. Sie hatten das Gas- mit dem Bremspedal verwechselt oder zu spät oder nur halbherzig gebremst. Die US-Regierung hatte diese Untersuchung in Auftrag gegeben. Mechanische oder elektronische Unzulänglichkeiten am Gaspedal konnten nicht gefunden werden. Genugtuung für Toyota, doch unterm Strich für den weltweit größten Autobauer ein teures Vergnügen. Er zahlte mit Barem (16 Mio. US-Dollar) und mit Image. (Auto-Reporter.NET/arie)










