Über 60 Prozent Auftragssteigerung bei VW Nutzfahrzeuge
23. Sep 2004 - Auto-Reporter.Net
Nach einem mit einer 22-prozentigen Verkaufssteigerung schon äußerst positiv verlaufenden ersten Halbjahr konnte die Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen im August ihren Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um 50 Prozent steigern. Wie der Vorstandsvorsitzende Bernd Wiedemann auf der IAA in Hannover betonte, scheine dies trotz der noch fehlenden Konjunktur-Stabilisierung für VW keine Eintagsfliege zu sein, da die weltweite Auftragssteigerung im August sogar 62 Prozent betragen habe und somit mit einer weiteren Verkaufszunahme zu rechnen sei. An dem gegenwärtigen Erfolg, so Wiedemann, seien mit Caddy, Transporter und LT alle Baureihen mit zweistelligen Zuwachsraten beteiligt, wobei der Caddy in allen Varianten - Kasten, Kombi und Life - mit einem Verkaufsplus von über 110 Prozent allerdings der absolute Renner sei. Nach der Verfügbarkeit aller Versionen der im letzten Jahr eingeführten Multivan- und Transporter-Generation sei auch bei diesem Modell das Ordervolumen jetzt um 14 Prozent angestiegen, so dass man zuversichtlich sei, auch hier wieder an die frühere Marktposition mit einem Anteil von 50 Prozent heranzukommen. Mehr und mehr mache sich die Strategie der Variantenvielfalt positiv bemerkbar, da man damit weitaus näher an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden herankomme. Ein plakative Zahl unterstreiche dies: Die Produktpalette ohne Sonderaufbauten habe sich seit dem Jahr 2000 von 500 auf 1000 Varianten verdoppelt. Trotz dieser Vielfalt bleiben immer noch Lücken bzw. die Notwendigkeit aufgrund anderer Marktgegebenheiten neue Produkte zu entwickeln. So präsentiert Volkswagen in Hannover mit dem Caravelle und dem 3,2-Tonnen-Transporter zwei Neuheiten, die vor der Ablösung des LT erst einmal das gegenwärtige Fahrzeugprogramm abrunden. Der Caravelle schließt sowohl preislich - unter 30 000 Euro - als auch konzeptionell die bisherige Lücke zwischen dem Transporter Shuttle und dem Multivan, der eingefleischten T4-Fahrern zweifelsohne zu teuer war. Der Caravelle wird in zwei Radständen angeboten, die mit drei oder vier Sitzreihen bis zu neun Passagieren Platz bieten. Optisch entspricht er mit seinen Stoßfängern, Türgriffen und Außenspiegeln in Wagenfarbe sowie den inzwischen typischen Doppelscheinwerfern dem exklusiven Erscheinungs-Bild des Multivan, greift aber auf die Motorenpalette des Transporters zurück und verfügt verständlicherweise auch nicht über die sehr aufwändige Innenausstattung. Für genügend Komfort ist dennoch gesorgt, da vieles, was beim Transporter Shuttle per Aufpreis zu bestellen ist, sich beim Caravelle serienmäßig an Bord befindet. Der 3,2-Tonnen-Transporter mit langem Radstand und Hochdach stößt in neue, allerdings mehr und mehr gefragte Gewichtsklassen vor. Je nach Ausstattung sind jetzt bis zu 1,4 Tonnen Zuladung möglich und auch im Volumen erschließt sich der neue Maxi-Transporter neue Dimensionen. Wächst er doch mit 9,3 Kubikmetern Laderaum im Prinzip in die nächst höhere Transporter-Klasse hinein. Die Hochdach-Variante bietet im Innenraum eine Stehhöhe von 1,94 Metern und ist als Kombi und als Kastenwagen lieferbar. Eine erhöhte Schiebetür ist optional zu bestellen und die Hecktüren ragen serienmäßig ins Dach, so dass der Innenraum auch leicht zu beladen ist. (hhg)










