Pischetsrieder gesteht Fehler ein

9. Jul 2004 - Auto-Reporter.Net

Volkswagen möchte am Bau des Phaetons festhalten. Foto: VW
 

Es sei falsch gewesen, das Modell Phaeton als konventionelle Stufenhecklimousine zu bauen, sagte VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder der britischen Autozeitschrift "Car". Konzernsprecher Hans-Gerd Bode widersprach laut Spiegel.Online am Donnerstag in Wolfsburg aber der Darstellung, der Phaeton sei in Gänze als Fehler zu bezeichnen. Der hochpreisige Phaeton (ab 63 500 Euro), der in Dresden gefertigt wird, werde weiter gebaut. 2003 hatte Volkswagen nur rund 6000 Phaetons verkauft und damit sein eigenes Ziel um Längen verpasst. Für das laufende Jahr rechnet VW früheren Angaben zufolge mit einem Absatz von 15 000 Phaetons. Betriebsrat und Aktionärsschützer hatten die VW-Luxusstrategie, für die vor allem der Phaeton steht, wiederholt scharf kritisiert. Volkswagen müsse statt dessen wieder mehr preiswertere Autos anbieten. Der Phaeton kam 2002 auf den Markt. Pischetsrieder sagte der Zeitschrift, der nächste Phaeton werde möglicherweise eine Mischung aus Kombi und Coupé. Er werde sicher keine "normale" Limousine. Als Beispiel für ein "unverwechselbares" Modell, das sich sehr gut verkaufe, nannte der VW-Chef den Geländewagen Touareg. Konzernsprecher Hans-Gerd Bode widersprach laut Spiegel.Online am Donnerstag in Wolfsburg der Darstellung, der Phaeton sei in Gänze als Fehler zu bezeichnen. Der hochpreisige Phaeton (ab 63 500 Euro), der in Dresden gefertigt wird, werde weiter gebaut. Der Phaeton sei ein langfristig angelegtes Projekt, bei dem man Geduld brauche. "In Zeiten konjunktureller Tiefen wird diese Geduld auf die Probe gestellt", sagte Bode. Es gebe bezüglich des Phaetons bei VW eine "Lernkurve". Der Wolfsburger Autobauer war miserabel ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal brach der Gewinn unterm Strich um fast 90 Prozent auf nur noch 26 Millionen Euro ein. Die Markengruppe Volkswagen unter anderem mit dem Golf, dem Passat und dem Phaeton rutschte operativ ins Minus. Nur die ertragsstarke Finanzsparte bewahrte VW insgesamt vor einem Verlust. (hg)

 
 
 

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