Shanghai Automotive übernimmt bei Ssangyong die Kontrolle

28. Oct 2004 - Auto-Reporter.Net

Ssangyong Rexton. Foto: Auto-Reporter/Ssangyong
 

Der chinesische Auto-Hersteller Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) hat heute für 500 Millionen Dollar 48,9 Prozent der Anteile vom seit 1999 unter Bankaufsicht stehenden Geländefahrzeug-Spezialisten Ssangyong übernommen. SAIC, in China Kooperations-Partner sowohl von Volkswagen als auch General Motors und bereits an GM Daewoo Automotive beteiligt, übernimmt damit die unternehmerische Kontrolle des viertgrößten koreanischen Auto-Herstellers, der gegenwärtig mit seinen SUV-Modellen Rexton, Musso und Korando und der Oberklassen-Limousine Chairman einen Marktanteil von knapp zehn Prozent aufweist. SAIC, das neben den Joint Ventures in China als eigenständiger Produzent bis 2020 unter die zehn größten Auto-Hersteller der Welt aufrücken will und vor wenigen Wochen eine noch ausbaufähige Partnerschaft mit MG Rover schloss, hatte eine Woche zuvor den bei Ssangyong sehr mächtigen Gewerkschaften zugesagt, alle Arbeitsplätze zu erhalten, das jetzige Werk mit einer Jahreskapazität von 200 000 Einheiten zu modernisieren und auszubauen sowie in Forschung und Entwicklung zu investieren. Inwieweit anderen erhobenen Gewerkschafts-Forderungen wie unabhängiges koreanisches Management und vor allem ein nur sehr beschränkter Technologie-Transfer von der SAIC-Führung zugestimmt wurde, ist nicht bekannt. Doch dürfte hier ein latenter Streitpunkt bei der ersten Übernahme einer koreanischen Firma durch ein chinesisches Unternehmen gegeben sein. Ist doch das technische Know-how der Ssangyong-Ingenieure in puncto Allrad und Getriebe bei Geländefahrzeugen der wichtigste Grund für die Übernahme. (hhg)

 
 
 

Weitere Bilder

 

Newsletter Ein-/Austragen

 Tragen Sie bitte hier Ihre E-Mail-Adresse ein, 
 um Sich für unseren Newsletter anzumelden.
 

 

Highlights

Aktuelle Bilder

 

Aktuelle Videos

 

Weitere Dienste