Motorrad-ABS: Besser bremsen, schneller anhalten
17. Aug 2010 - Auto-Reporter.NET
Jährlich gäbe es 160 tödlich verunglückte Motorradfahrer weniger, wenn ihre Maschinen über ABS verfügten, so die Unfallforscher des ADAC. Rund ein Viertel der 3,7 Millionen Motorräder sind derzeit hierzulande mit ABS ausgerüstet. Bei den Neuzulassungen beträgt der Anteil der ABS-Maschinen circa 60 Prozent.
In gefährlichen Bremssituationen sorgt ABS für mehr Stabilität und damit bessere Kontrolle über das Fahrzeug. Durch beherztes Bremsen lässt sich mit ABS sogar der Bremsweg verkürzen, ohne zu Fall zu kommen. Beim Bremsen ohne ABS blockiert häufig das Vorderrad durch Überbremsen.
Ein weiterer Aspekt, der für ABS spricht: Moderne Bremsen haben einen hohen Wirkungsgrad. Geringe Betätigungskräfte reichen, um die Räder blockieren zu lassen. Die Konsequenzen einer Fehlbedienung kann das ABS abfangen. Je leistungsfähiger die Bremsen, umso wichtiger sei ABS, so der ADAC. Um das volle Potenzial des ABS auszuschöpfen, also die Bremse auch richtig einzusetzen, sind Testbremsungen notwendig. Denn die beste Technik nützt nichts, wenn der Fahrer mit ihr nicht vertraut ist und sie daher nicht richtig einzusetzen weiß.
Serienmäßiges ABS für alle Zweiradklassen wird wiederholt vom ADAC gefordert. Zudem sollten die Hersteller diese Technologie weiterentwickeln. Auch das Angebot an Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen zum richtigen Umgang mit dieser Sicherheitstechnologie müsse erweitert werden. (Auto-Reporter.NET/sr)










