Motorrad-ASC von BMW jetzt auch nachrüstbar
3. Jun 2010 - Auto-Reporter.NET
Wer bei seinem Auto ein modernes elektronisches Assistenzsystem wie zum Beispiel die Fahrdynamikregelung ESP nicht gleich ab Werk bestellt, muss darauf verzichten – endgültig. Denn nachrüsten lassen sich die meist eng mit der Fahrzeugelektronik verzahnten Systeme in aller Regel nicht, sieht man einmal von autonom arbeitenden Einparkhilfen ab. Doch keine Regel ist ohne Ausnahme, wie es jetzt BMW Motorrad beweist. Denn bei den weiß-blauen Bikes aus Berlin-Spandau kann man dann, wenn sie bereits ab Werk über das Antiblockiersystem Integral ABS II verfügen, die darauf aufbauende und bislang nur als Sonderausstattung ab Werk verfügbare Anti-Schlupf-Regelung ASC (Automatic Stability Control) nun auch nachrüsten.
Die Anti-Schlupf-Regelung ASC, die bei BMW Motorrad zu den meistgefragten Sonderausstattungen ab Werk gehört, begrenzt das vom Motor aufs Antriebsrad übertragene Antriebsmoment in Abhängigkeit von der Straßenbeschaffenheit und damit dem Reibwert der Fahrbahn. So kann das Hinterrad nicht mehr durchdrehen, was für eine effizientere Kraftübertragung und zugleich mehr aktive Fahrsicherheit sorgt. Bei den R-1200-GS-Modellen bietet ASC zusätzlich eine an die Schlupfbedingungen von losen Untergründen wie Sand oder Schotter angepasste Geländeabstimmung, die über eine Taste an der Lenkerarmatur aktiviert und deaktiviert werden kann.
Deaktiviert werden kann zudem das gesamte System – und das auf Tastendruck sogar während der Fahrt. BMW Motorrad kommt damit den Fahrern entgegen, die zum Beispiel bei Fahrten auf der Rennstrecke ein regelndes Eingreifen der Elektronik nicht wünschen. Die Nachrüstung von ASC ist bei den Modellen K 1300 S, K 1300 R und K 1300 GT mit Integral ABS II ohne Einschränkung und bei den übrigen Modellen der Reihen R 1200 und K 1200 ab bestimmten Fahrgestellnummern möglich. (auto-reporter.net/Ingo von Dahlern)










