Audi-Bilanz 2009: Gut behauptet durch schwierigen Markt

9. Mar 2010 - Auto-Reporter.NET

Foto: unitedpictures/auto-reporter.net
 

Trotz eines schwierigen globalen Marktumfeldes hat der Ingolstädter Autobauer Audi das Jahr 2009 mit einem operativen Ergebnis von 1,6 Milliarden Euro und nur leicht rückläufigen Auslieferungen abgeschlossen. Vor Steuern erzielte das Unternehmen ein Ergebnis von 1,928 Milliarden Euro und eine Umsatzrendite vor Steuern von 6,5 Prozent. Der Umsatz lag bei 29,8 Milliarden Euro. Optimistisch sind die Ingolstädter für 2010. Sie wollen mehr als eine Million Fahrzeuge absetzen und damit an den Rekord von 2008 anknüpfen.

Insgesamt hat Audi im vergangenen Jahr 949.729 Fahrzeuge verkauft. Das waren lediglich 5,4 Prozent weniger als im Rekordjahr 2008. Die Marke hielt sich deutlich besser als der Branchendurchschnitt und konnte in 38 Märkten mehr Automobile ausliefern als im Jahr zuvor. Besonders positiv entwickelten sich die Verkäufe in der Vertriebsregion Asien/Pazifik, vor allem in China. In Westeuropa (inkl. Deutschland) gingen die Auslieferungen zwar zurück (588.309/-11,8 %), dennoch konnte die Marke mit den vier Ringen ihren Marktanteil im Premiumsegment gegen den Trend ausbauen. In Deutschland gab der Absatz mit 228.844 (258.111) Fahrzeugen um 11,3 Prozent nach.

Größter ausländischer Einzelmarkt war im Jahr 2009 mit 158.941 Automobilen (119.598/+32,9 %) erneut China (inkl. Hongkong). 2009 war Audis erfolgreichstes Jahr in der 21-jährigen Geschichte des Unternehmens im Reich der Mitte. Dort blieb die Marke auch 2009 mit deutlichem Abstand Marktführer im Premiumsegment. Sehr positiv auch die Entwicklung auf dem indischen Markt, wo Audi seit September 2007 eine CKD-Fertigung unterhält. Die Auslieferungen stiegen um 57,9 Prozent auf 1.658 (1.050) Automobile. In den USA ging die Zahl der Verkäufe in einem stark schrumpfenden Gesamtmarkt auf 82.716 (87.760/-5,7 %) Automobile zurück, doch Audis Marktanteil am Premiummarkt legte auf 8,3 (7,1) Prozent zu.

Die Lage auf den weltweiten Automobilmärkten hinterließ ihre Spuren auch in der Bilanz der Ingolstädter. So musste beim operativen Ergebnis mit 1,604 Milliarden Euro (Vorjahr: 2.772) ein Minus von 42,1 Prozent verbucht werden. Der Rückgang der Umsatzerlöse um 12,7 Prozent auf 29,8 Milliarden Euro ist im Wesentlichen eine Folge der geringeren Auslieferungen, aber auch der Währungsbelastungen. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 1,928 Milliarden Euro (3.177) um 39,3 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres; das Nachsteuer-Ergebnis ging um 38,9 Prozent auf 1,347 Milliarden Euro (2.207) zurück.

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage erreichte die Kapitalrendite mit 11,5 (19,8) Prozent ein beachtliches Niveau. Die Umsatzrendite vor Steuern lag bei 6,5 (9,3) Prozent. Damit „konnten wir uns vom Wettbewerb sehr deutlich absetzen. Das dürfte wohl auch ein Spitzenwert in der weltweiten Automobilindustrie sein“, so Audi-Vorstand Rupert Stadler auf der Jahrespressekonferenz in Ingolstadt. (auto-reporter.net/arie)

 
 
 

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