ADAC Deutschland Klassik: „Genuss braucht Zeit“

28. Jun 2010 - Auto-Reporter.NET

ADAC-Präsident Peter Meyer und Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF der Deutschen Post, nahmen mit einem VW Fridolin, Baujahr 1972, an der ADAC Deutschland Klassik 2010 teil. Foto: ADAC/auto-reporter.net
 

Glanzvoll im wahrsten Sinn des Wortes sei das Debüt der ADAC Deutschland Klassik um den „Großen Preis der Deutschen Post“ gewesen, schwärmt der Automobilklub von der Veranstaltung, denn vorzüglich aufpolierte Oldtimer-Schätze und Klassiker aus fast acht Jahrzehnten hatten sich vom 24. bis 27. Juni im Ruhrgebiet in ihrer ganzen Pracht und Schönheit präsentiert.

Ausgangspunkt für die täglichen Touren, bei denen Oldtimerwandern im Vordergrund stand, war Essen, Europas Kulturhauptstadt 2010. Die 100 Teilnehmer konnten sich davon überzeugen, dass Ruhrgebiet mehr ist als Zechen, Fördertürme oder Industriegebäude. Auch Schlösser, historische Ortskerne, Klöster, Wasserburgen und wunderschöne Naturlandschaften gehören in die Region. Nach dem Motto: "Genuss braucht Zeit", führten die bis zu 160 Kilometer langen Tagesetappen das „Rollende Museum“ der ADAC Deutschland Klassik durch das Bergische Land, Sauerland, Münsterland und Ruhrgebiet. Zum Abschluss stand ein Concours d´Elegance in der Essener Innenstadt auf dem Programm. In den drei Altersklassen gab es folgende Sieger:

In der Klasse III (Baujahr 1961–1980) setzten sich Cornelia Koch und Eberhard Buschmann (Bielefeld) im Porsche 911 3.0 Targa, Baujahr 1977 durch. Werner Reifferscheidt und Werner Obladen (Düren) mit ihrem Mercedes 300 SL Flügeltürer, Baujahr 1955, gewannen die Klasse II (1945–1960). In der Klasse I (bis Baujahr 1945) überzeugten Ursula und Karl-Heinz Pohl (Bonn) mit ihrem Mercedes-Benz 320 Cabriolet A aus dem Jahr 1938 die Jury am meisten. Die drei Erstplatzierten erhielten den „Großen Preis der Deutschen Post“ und wurden mit einem wertvollen Chronographen der Münchner Uhrenmanufaktur Chronoswiss ausgezeichnet.

Die Wertung „Bestes nicht restauriertes Fahrzeug“ gewann ein beige-farbener Opel Olympia Rekord P1 aus dem Jahr 1959 von Helga und Dieter Kerscher (Ottobrunn).

Europas größter Automobilklub griff 2003 die Idee wieder auf, die vor mehr als 80 Jahren in Deutschland als Autowandern ihren Anfang genommen hatte und höchst populär war. Selbst Fahrzeuge mit dem Namen Wanderer gab es damals. Sie sind heute als hoch geschätzte Oldtimer unterwegs. Das ADAC-Oldtimerwandern findet künftig jedes Jahr in einer anderen Region Deutschlands statt. 2011 geht die Veranstaltung vom 30. Juni bis 3. Juli anlässlich des 125. Geburtstags des Automobils in Nordbaden mit Start und Ziel in Karlsruhe über die Bühne. (auto-reporter.net/sr)

 
 
 

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