FIA-GT1-WM 2010: Der Herr des Rings gesucht
25. Aug 2010 - Auto-Reporter.NET
Zur Halbzeit der FIA GT1 Weltmeisterschaft soll deutsche Motorsportfans auf ihre Kosten kommen. Denn nach fünf der insgesamt zehn zu absolvierenden Rennen starten die spektakulären GT-Boliden auf dem Nürburgring (26.08-29.08.2010) in die entscheidende Phase. Die Gewichtsverhältnisse zwischen den Teams haben sich von Rennen zu Rennen immer wieder verschoben. Bisher hat sich bei der neuen FIA-Rennserie noch kein klarer Favorit herauskristallisieren können. Alle warten gespannt darauf, wer sich zum Herrn des Rings krönen lassen darf.
Das aktuell drittplatzierte Sumo Power GT Team hat mit seinen beiden Nissan GT-R bereits einige Podiumsplätze und den Sieg in Silverstone auf dem Konto. Das Ziel des Teammanagers Allen Orchard ist klar: Er will diesmal beide Nissan GT-R auf Top-Plätzen sehen. „Wir konnten die Zeit seit dem letzten Rennen in Silverstone gut nutzen und haben ausgiebig getestet“, erklärt Orchard. „Wir haben viel über unser Auto dazugelernt und das Setup verbessert. Jetzt bauen wir auf diesen Erkenntnissen auf und denken, beide Fahrzeuge vorn platzieren zu können.“
Als ehemaliger DTM-Legionär kennt sich Peter Dumbreck im Nissan GT-R mit der Nummer 23 bestens auf dem Ring aus. Zusammen mit seinem deutschen Partner, dem Nissan-Werksfahrer Michael Krumm, rechnet sich der Engländer folglich gute Chancen während des Wochenendes auf dem Nürburgring aus. „In den letzten Rennen waren wir immer dort, wo die Musik spielt“, sagt Dumbreck. „Und ich sehe keinen Grund, warum das nicht auch diesmal der Fall sein sollte. Nach dem Rennen in Spa haben wir einige der Zusatzgewichte abgegeben. Mit dem nun leichteren Auto hoffen wir auf einen Podiumsplatz beim Rennen auf dem Nürburgring.“
Den vielleicht härtesten Gegner finden Dumbreck und Krumm gleich eine Box weiter. In der zweiten Garage von Sumo Power GT bereiten Jamie Campbell-Walter und Warren Hughes ihren Nissan GT-R mit der Startnummer 22 vor und setzen ebenfalls hohe Erwartungen in das Rennen. Das Swiss Racing Team hat alles dran gesetzt, den Rückstand zu Sumo Power GT wieder wettzumachen. Teamchef Othmar Welti hat nichts unversucht gelassen, um eins der beiden Fahrzeuge seines Teams auf dem Podium zu sehen.
„Zum Rennen in Spa haben wir am Wagen Nummer 3 einige Neuerungen ausprobiert“, erklärt Welti. „Karl Wendlinger und Henri Moser hatten auch gleich ein viel besseres Gefühl im Auto. Im Rennen haben wir bewiesen, dass wir mithalten können. Doch im Qualifying müssen wir uns noch stark verbessern. Daher arbeiten wir vor allem an unserer Qualifying-Performance, damit unsere Fahrer es nachher im Rennen leichter haben. Wir konnten in diesem Jahr bereits viel dazu lernen und hoffen, das am Nürburgring auch zeigen zu können.“ (Auto-Reporter.NET/pha)










