Wechselkennzeichen: Kfz-Versicherer sehen Rot
17. Aug 2010 - Auto-Reporter.NET
Das vom Bundesverkehrsministerium für 2011 angekündigte Wechselkennzeichen setzt die Versicherungsbranche unter Zugzwang. Nach Schätzungen des Beratungshauses PPI müssten Kfz-Versicherer mit Einnahmeausfällen von bis zu fünf Prozent der Bruttobeitragseinnahmen rechnen. Bisher mussten Kfz-Halter in Deutschland auch für Zweit- oder Drittfahrzeuge jeweils eine Haftpflichtversicherung abschließen. Mit dem geplanten Wechselkennzeichen wäre in Zukunft ein Versicherungsschutz für das teuerste Fahrzeug ausreichend. Für die zwei zusätzlichen Fahrzeuge fielen in der Haftpflicht dann keine Kosten an.
Die Einführung des Wechselkennzeichens treffe viele Versicherungen an einer empfindlichen Stelle, so PPI. Aufgrund des harten Preiswettbewerbs gehört die Kfz-Versicherung ohnehin schon zu den ertragsschwachen Zweigen der Assekuranz. Bereits für dieses Jahr rechnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in diesem Segment branchenweit mit einem versicherungstechnischen Verlust von 1,1 Milliarden Euro. (Auto-Reporter.NET/sr)










