Zahl der Verkehrstoten 2009 auf neuem Tiefstand
26. Feb 2010 - Auto-Reporter.NET
Im vergangenen Jahr kamen auf deutschen Straßen 4.160 Menschen ums Leben, das waren 7,1 Prozent bzw. 317 weniger als ein Jahr zuvor. Die vorläufigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes (Destatis) belegen eindeutig: Die positive Entwicklung der letzten Jahre hat sich fortgesetzt, die Zahl der Getöteten erreichte den niedrigsten Stand seit 1950. Was positiv klingt, bedeutet andererseits tägliches Leid: Immer noch verloren durchschnittlich elf Menschen pro Tag im Straßenverkehr ihr Leben. Die Zahl der Personen, die bei Unfällen schwer oder leicht verletzt wurden, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf rund 397.900 Personen verringert.
Trotz sinkender Verunglücktenzahl hat die Zahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle leicht um 0,5 Prozent auf 2,30 Millionen zugenommen. Dabei sind Unfälle mit Personenschaden um 3,0 Prozent auf 310.900 gesunken, ausschließliche Sachschaden-Unfälle legten zu (+1,1 % auf 1,99 Mio.).
Mehr Verkehrstote als im Vorjahr wurden 2009 in Mecklenburg-Vorpommern (+19 % bzw. 25 Personen), Bremen (+8,3 %/1 Person) und im Saarland (+4,7 %/2 Personen) gezählt. In den übrigen Bundesländern verloren im Vorjahresvergleich weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Den stärksten Rückgang der Verkehrstoten gab es in Sachsen-Anhalt (-26 %/59 Personen), Sachsen (-21 %/51 Personen) und Thüringen (-20 %/37 Personen).
Zur Veranschaulichung rechneten die Statistiker die Zahlen einmal auf die Einwohner Deutschlands hoch. So starben im vergangenen Jahr 51 Personen je eine Million Einwohner. Nicht nur in den Stadtstaaten Berlin (14), Hamburg (19) und Bremen (20), sondern auch in Nordrhein-Westfalen (34) wurden wesentlich weniger Personen je eine Million Einwohner bei Straßenverkehrsunfällen getötet als im Bundesdurchschnitt. Überdurchschnittlich hoch nach wie vor die Zahlen der Todesopfer in Mecklenburg-Vorpommern (94) und Brandenburg (80). (auto-reporter.net/sr)










