Vertriebsbedingungen machen Fiat 500 bei US-Händlern unbeliebt

25. Aug 2010 - Auto-Reporter.NET

Er tritt an, um amerikanische Kunden mit seinem kultigen Charakter zu begeistern. Doch bevor es so weit ist, macht sich erst einmal Unmut unter den Händlern breit. Foto: Fiat/Auto-Reporter.NET
 

Alles andere als Vorfreude über die anstehende Markteinführung des Fiat 500 macht sich derzeit bei US-amerikanischen Chrysler-Händlern breit. „Die Freude über die Einführung des Fiat auf dem Markt hat sich abgeschwächt“, zitiert die „Automobilwoche“ aus dem „Wall Street Journal“. Grund dafür ist die Forderung von Konzernchef Sergio Marchionne, dass extra Ausstellungsräume für den kleinen Fiat gebaut werden sollen.

Der zitierte Ostküsten-Händler hat den Fiat 500 eigentlich direkt neben Chrysler-Modellen präsentieren wollen, was jetzt nicht mehr möglich ist. Er beziffert die Kosten für einen neuen Ausstellungsraum auf mindestens eine Million US-Dollar. Um den Kleinwagen überhaupt anbieten zu dürfen, müssen sich die Händler bei Chrysler bewerben. Finden sich innerhalb des eigenen Händlernetzes nicht genug Vertriebler, will der Konzernchef notfalls auch außerhalb suchen.

Kleinwagen mit Kultstatus kamen in den USA in den letzten Monaten und Jahren gut an. Ein Beispiel dafür ist der MINI. Diesen Umstand wollte sich auch Fiat mit dem 500er zunutze machen. Jedoch ist der Trend aufgrund „normaler“ Benzinpreise und einer sich stabilisierenden Wirtschaft rückläufig. Die Amerikaner greifen wieder vermehrt zu XXL. Das merkte auch schon der MINI. Beim smart gingen die Verkaufszahlen sogar massiv zurück. (Auto-Reporter.NET/br)

 
 
 

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